Thalia Theater Blog

Der Premieren- und Festivalblog des Thalia Theaters Hamburg

Thalia Premierenblogger

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Aus dem Thalia-Lessingtageblog 2014 entstand die Idee: Warum den Blog nicht auch während der Spielzeit weiterführen? Ab der Spielzeit 2014/15 gibt es im Premierenblog zu jeder Thalia-Premiere interkulturelle Premierenberichte. Hier unsere Blogger:

_AB_6690Özlem Alagöz-Bakan, *1989 in Hamburg, Deutschland; meine Eltern stammen aus Denizli, Türkei; seit 2012 Master of Education Lehramt der Primar- und Sekundarstufe I für Deutsch und Geschichte

Hayat ve Tiyatro

„Sanatsız kalan bir milletin hayat damarlarından biri kopmuş demektir.“ Mustafa Kemal Atatürk

Hayat koca bir tiyatro sahnesinden ibarettir. Herkes bulunduğu yere göre rolünü oynar. Bu roller insanları amaclarına ulaştırır. Rolünden saparak gerçeklere yönelen insan oyunda saf dışı kalır.

Tiyatro insanların aynası gibidir; aynaya bakıp kendini gördüğü gibi tiyatro izleyince kendisini izlemiş gibi hisseder.

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Leben und Theater

„Wenn einer Nation die Kunst und Kultur verloren geht, wird sie zu Grunde gehen.“ (Mustafa Kemal Atatürk, Staatsgründer der Türkei)

Unser Leben gleicht einer Theaterbühne und jeder spielt entsprecht seiner gesellschaftlichen Position verschiedene Rollen. Ein Abweichen aus der Rolle, durch das Infragestellen der gesellschaftlichen Ordnung, kann für den Einzelnen zu einem Ungleichgewicht innerhalb der Gesellschaft führen.

Das Theater spiegelt den Zeitgeist unserer heutigen Gesellschaft wider. Es hält uns einen Spiegel vor und ermöglicht die Reflexion des eigenen Lebens und unserer Rolle in der Gesellschaft.

Fremd sind wir, fremd bleiben wir?!
Die Geschichte kenne ich, seit ich denken kann. Es ist die Geschichte meiner Großeltern, die   aus einem fremden Land aufbrachen, um ihr Glück in einem fremden Land  zu finden. Ihre  und meine Geschichte begann vor 50 Jahren, als sie nach Deutschland kamen.

Fremd sind wir…?
Der Mensch strebt immer nach dem ewigen Glück, jedoch muss man auch so manche Last auf sich nehmen, denn das Leben in der Fremde mit Fremden ist eine Herausforderung und ein Kampf mit sich und seiner Umwelt. Der ewige Kampf um Anerkennung und Akzeptanz ist ein Ringen mit einer unsichtbaren Wand, da sie auf den ersten Blick für beide Seiten unsichtbar bleibt.

Fremd bleiben wir…?
Was bleibt, auf der Suche nach dem ewigen Glück in der neuen Heimat für die nächsten Generationen ist: die HOFFNUNG!

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Ich bin Mehmet Ates, 25 Jahre alt und studiere Wirtschaftsinformatik an der Universität Hamburg. Meine Wurzeln befinden sich in der Türkei, jedoch lebe ich nun schon in dritter Generation hier in Hamburg.

Theater bedeutet für mich für einen kurzen Moment in eine andere Welt einzutauchen und eine Geschichte zu erfahren, die nichts mit dem alltäglichen Leben zu tun hat. Es bietet mir die Möglichkeit abzuschalten und dadurch dem normalen Leben zu entfliehen. Auf der anderen Seite verhilft mir das Theater dazu, mich in Personen und Rollen widerzuspiegeln, die auf dem ersten Blick vielleicht wenig mit mir gemein haben. Es verschafft mir dadurch eine Sicht aus verschiedenen Perspektiven.

Des Weiteren finde ich, dass das Theater gerade in der heutigen Zeit an Bedeutung gewinnt. Denn der Trend hin zur Digitalisierung führt dazu, dass sämtliche Medien vereinheitlicht werden. Ein Theaterbesuch schafft durch den Kontakt zwischen Zuschauer und Aufführung einen wertvollen Kontrast.

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Kadija Dastager, * 1985, Hamburg-Kabul/ Studium der Rechtswissenschaft

Was macht eigentlich ein Pfadfinder beim Thalia Theater? Denke ich an das Wort „Pfadfinder“ kommen mir Bilder von amerikanischen Teenagern in den Sinn, die in Suburbia von Haus zu Haus gehen und selbstgebackene Kekse für den guten Zweck verkaufen. Diese Assoziation passt im ersten Gedankenblick so gar nicht zum Theater – oder vielleicht etwa doch?

Warum
Theater? Theater ist eine ganz besondere Welt für sich. Es ist die klassische Art eine Geschichte zu erzählen, manchmal mit Zugabe einer Weisheit manchmal nur um zu konsumieren. Auf jeden Fall ist das Theater aber ein Ort an dem Menschen aufeinander treffen um sich mit aktuellen Themen der Gesellschaft auseinander zu setzen, denn Theater ist Aktion, Interaktion und Kommunikation.

Wieso also ein Thalia Pfadfinder werden? Mein Ansatz ähnelt der Herangehensweise von Hänsel aus dem Märchen. Hänsel, der vor einem „großen Walde“ wohnt, wird zusammen mit Gretel von den Eltern in den Wald geschickt. Um aber nachts den Weg zurück zu finden, streut Hänsel Kieselsteine auf den Pfad in den Wald hinein. Den Weg aus der Theaterwelt will ich natürlich nicht zurück finden, vielmehr möchte ich mit Hilfe der Thalia Pfadfinder Kieselsteine ausstreuen und einen „Pfad“ für andere Interessierte und Noch-nicht-Interessierte bereiten. Manchmal ist die Theaterwelt nämlich nicht nur ganz besonders, sondern ganz „besonders“ unter sich – zumindest wirkt es manchmal von außen so. Deswegen sollte das Theater seine Toren noch ein wenig weiter öffnen und bemerkbar machen, dass es für Jedermann, ganz egal welcher Migrationshintergrund oder Abstammung, offen ist um am Kulturgeschehen der Stadt Hamburg teilzunehmen. Neben schulischer Bildung steuert auch geistige Nahrung wie Theater oder Kultur im Allgemeinen, einen erheblichen Anteil für die Entwicklung einer Person und letztlich in einer Folge von Kettenreaktionen für die Gesellschaft bei.

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Danja Duta ,*1990 in Tübingen geboren, 2014 von Süddeutschland nach Hamburg ausgewandert, studiert „Kultur der Metropole“

Mein Vorname ist Danja. Das ist ein slawischer Name, der vor allem in Bulgarien vorkommt. Ich komme aber nicht aus Bulgarien. Und auch meine Eltern nicht. Trotzdem werde ich das oft gefragt, wenn es um die Herkunft meines Namens geht. Mein Vater ist in Rumänien geboren und aufge-wachsen (ein Land dessen Ursprünge übrigens nicht in der slawischen, sondern der römischen Kultur liegt) und floh mit 27 Jahren vor dem Ceausescu-Regime nach Deutschland. Ansehen kann man mir nicht, dass ich zur Hälfte Rumänin bin. Und hätte ich, wie mein Bruder Christian, einen weniger exotischen Namen bekommen, würde mich wahrscheinlich kaum jemand nach meinen ausländischen Wurzeln fragen.

Wem steht seine Staatsbürgerschaft schon ins Gesicht geschrieben?
Gerade das Theater spielt gerne mit dem Gegensatz sichtbarer Elemente und der tieferen Bedeutung dahinter. Wie durch einen Spiegel werden uns so eigene Vorurteile vorgehalten. Eben das ist es, was mich am Theater besonders fasziniert. Wie oft habe ich Stücke schon vor mir gesehen, von denen ich gerade einmal den Namen kannte. Genauso wie man eben das Bild eines Menschen vor sich hat, wenn man einen Namen hört: Helmut ist alt, Fatima trägt ein Kopftuch und Danja kommt wohl aus Bulgarien, so wie ihr Name. Zum Glück ist es nicht immer so simpel. Deshalb freue ich mich – z.B. bei den „Lessingtagen“ selbst auf die Nase zu fallen, wenn es um voreilige Vorstellungen und die letztendliche Wirklichkeit geht. Ich freue mich darauf überrascht zu werden und mich mit meinen eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen, um sie dann abzulegen und neu zu denken.

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Melis Günay, *1993 Hamburg doğumlu, Türk kökenli, , İşletme Lisansını tamamlamış, şimdi „Büyükşehir Kültürü“ Lisans eğitimi görmekte.

Bir Alman atasözü derki: Seçenek ne kadar çok olursa karar vermek o kadar güç olur. Yüzlerce meslek eğitimi ve fakülte, binlerce şehir ve ülkeler arasından nerde ve ne okuyacağına karar verbilmek çok zor olmasının yanısıra, karar sonrası seçtiği dalı zevk ve hevesle okuyan kişi çok şanslı sayılır. Lise öğreniminin ardından bir çok harika olanaklarla dolu hayat ormanında doğru yolu bulmayı isteyen kişi, benim gibi erkenden izci olmayı öğrenecekdir.

Tiyatro da bu ormandan farklı sayılmaz. Sunulan bir çok harika oyunlar arasından hangisini seyredeceğime karar vermekde  çoğu zaman güçlük çekerim.  Fakat başka birisinin benden önce oyunu izlemiş olup bana yol göstermesi seçmemi kolaylaştırmıştır. Bu nedenle, „Thalia-İzcileri“ projesini harika buluyorum. Bu proje süresince hem kendim çeşitli yolları deneyebilecek hemde başkalarını yönlendirmekte yardımcı olabileceğim. Böylelikle hiç kimsenin harikalar dünyasında kaybolmasına gerek kalmıyacak. En azından yönünü belirliyebilecek.

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*1993, gebürtige Hamburgerin mit türkischen Wurzeln, Bachelor in Business Administration abgeschlossen und nun mit dem Studium “Kultur der Metropole” begonnen.

Wer die Wahl hat, hat nicht nur viel Freiheit sondern, wie das Sprichwort schon sagt, eben auch die Qual. Wer bei mehreren tausenden Studiengängen und Ausbildungsoptionen sowie der Wahl zwischen verschiedenen Städten und Nationen ganz sicher ist, was und wo er oder sie studieren oder ausprobieren möchte – und sich dann auch noch so richtig dafür begeistern kann – der ist heutzutage ein wahrer Glückspilz. Wen aber, wie mich, nach der Schule die zahlreichen wundervollen Möglichkeiten erschlagen, der wird schon früh Pfadfinder im Dschungel des Lebens…

Das Theater ist da gar nicht so anders. Bei einer Vielfalt an großartigen Stücken kann ich mich selten so richtig entscheiden, was ich denn nun schauen will. Es sei denn, jemand hat es vor mir gesehen. Der zeigt mir dann in eine Richtung. Genau das ist der Grund, warum die Thalia-Pfadfinder so ein tolles Projekt sind. Hier kann ich nicht nur verschiedene Wege ausprobieren, sondern auch teil daran haben, einigen da draußen auch mal so ein bisschen den Weg zu weisen. So muss sich keiner mehr im Wunderland verirren. Oder weiß wenigstens, wohin er oder sie geht.

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Anna-Maria Jarmula, Urodzona w Hamburgu. Niemka z polskimi korzeniami. Studiowała w Austrii i w Hiszpanii. Teraz znów w mieście hanzeatyckim.

Teatr x migracja
Kiedy człowiek podróżuję lub żyje jakiś czas w innym kraju, powiększa to jego horyzont. Poza swoim krajem pochodzenia każdy człowiek jest właściwie obcokrajowcem, może on czerpać z zasobów kultury kraju zamieszkania jak lecz również wzbogacać ja swoja wiedza i doświadczeniem.
Wizyta w teatrze też może być podróżą: Do przeszłości, do przyszłości, do innego kraju, do innego światu.

Teatr x społeczeństwo
Według Ervinga Goffmana, wszyscy bawimy się w teatr. Więc, dlaczego teatr nie miał by opętywać każdego jednego człowieka – niezależnie od jego pochodzenia?
Właśnie w czasach digitalizacji i coraz bardziej nieczytelnych dyskusji medialnych o polityce, społeczeństwie i gospodarce, teatr ze swoimi różnymi możliwościami wyrazu ma potencjał, by pozostać ważną krytyczną i opiniotwórczą instancją w heterogenicznym społeczeństwie obywatelskim.

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Gebürtige Hamburgerin. Polin mit deutschem Migrationsvordergrund. In Österreich und Spanien studiert. Nun wieder zurück in der Hansestadt. Mehrsprachigkeit und Bildung.

Theater x Migration
Wenn Menschen reisen oder eine Weile in einem anderen Land leben, erweitert das ihren Horizont. Denn außerhalb ihres Herkunftslandes sind Menschen eigentlich überall ,Ausländerʽ und können von der Kultur des Ziellandes einerseits viel lernen, sie andererseits aber auch mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen bereichern.
Auch ein Theaterbesuch ist eine Reise: In die Vergangenheit, in die Zukunft, in ein anderes Land, in eine andere Welt.

Theater x Gesellschaft
Nach Erving Goffman spielen wir alle Theater. Warum sollte das Theater als kulturelle Institution dann nicht auch jeden einzelnen Bürger – unabhängig seiner Herkunft – ansprechen und in seinen Bann ziehen?
Gerade in Zeiten der Digitalisierung und immer unübersichtlicher werdenden, medialen Debatten über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, hat das Theater mit seinen verschiedenen Ausdrucksformen das Potenzial, eine wichtige kritische und meinungsbildende Instanz für eine heterogene Zivilgesellschaft zu sein.

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Viviana Gonzales Lobato, * 1991 in Mexico City, Mexiko; 2010 Au Pair in Deutschland, seit 2013 Studium der Sozialökonomie in Hamburg

Wo ist mein Zuhause?
Habe ich überhaupt eins oder vielleicht mehrere?
Das ist was Europa, vor allem Deutschland, jetzt für mich ist: nicht mehr nur ein Kontinent voller Möglichkeiten, der nach Integration strebt, oder „wohin“ ich nach dem Abitur gehen wollte. Ein Satz von Konfuzius erinnert mich an dieses neues Zuhause: „The strength of a nation derives from the integrity of the home.“

Migration, Integration und Theater
Meiner Meinung nach, fehlt diesem Kontinent bzw. Land weder Integration noch Migration. Egal wo man hinguckt, sieht man Menschen aus verschiedenen Ländern sehen, obwohl man sie nicht immer „erkennt“. Jeder hat andere Gründe, warum er hier ist, jeder aber beeinflusst in irgendeiner Weise die Wirtschaft, die Politik, die Kultur, die Kunst. Zum Glück ist Theater ein Teil von Kunst und Kultur, der nie aufhört, sich zu verändern. Wie William Ralph Inge sagte: „Theater is, of course, a reflection of life. Maybe we have to improve life before we can hope to improve theater.“

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Janina Granfar, * 1990 in Hamburg, Deutschland; aufgewachsen in Hamburg, seit 2012 Studium der Politikwissenschaften in Hamburg

Worte, Namen und ihre Geschichten
Namen haben stets eine Geschichte. Meinen von Haus aus sehr vernünftig denkenden Eltern war es
wichtig, mir am 08. August 1990 einen Namen zu verpassen, der mich nie in die Lage versetzen würde, ihn buchstabieren zu müssen ‒  dafür, da sprachen sie aus Erfahrung, würde schon unser ungewöhnliche, persisch stämmige Nachname „Granfar“ sorgen. Janina schien unproblematisch.

Europa

In Hamburg geboren und aufgewachsen, war mir bis zu meinem halbjährigen Aufenthalt in Australien nie bewusst, wie sehr ich mich mit dieser Stadt identifiziere. Aus Hamburg zu kommen erschien mir plötzlich wie einen Adelstitel zu tragen – aus Europa zu kommen hingegen exotisch. Wie die genaue Definition von Europa lautet, konnte ich den Australiern jedoch nicht beantworten.

Wege ins Theater
Ich wollte nie zu den Pfadfindern. Ich wollte nie in einer Uniform mit der Gitarre unter dem Arm auf irgendeinem Waldboden sitzen und danach mein Zelt am Weiher aufschlagen. Für mich war klar: Ich ‒ Pfadfinder? Niemals! Aber so hundertprozentig nie nie niemals! Die Jahre vergingen, ich reflektierte mein gestörtes Verhältnis zu den Pfadfindern und irgendwann kam die Frage dann doch nochmal auf: Möchtest du Pfadfinder werden? Als ich die eine Million Stufen ins „ Nachtasyl“ emporjapste, um dort auf ehemalige und zukünftige Thalia-Pfadfinder zu treffen, grinste ich in mich hinein. Gut, dass Worte interpretiert werden können. Oder noch besser: interpretiert werden müssen.

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Tjorven Hamdorf *1994 in Hamburg, 2012 Abitur, längere Aufenthalte in England und Thailand, Studium der Rechtswissenschaften in Hamburg, Mutter dänische Wurzeln, Vater iranischer Herkunft

Der Zusammenhang zwischen Zuhause, Europa und Theater
Zuhause? Das ist Vertrautheit. Zuhause, da kenne ich mich aus und weiß, wo es lang geht. Das Zuhause kann sich ändern, es ist vor Allem ein Gefühl. Durch Europa sind bestehende Grenzen geöffnet worden. An fremden Orten entdeckt man Vertrautes wieder, es ist unkomplizierter zu reisen und die uns Deutschen so bekannte Bürokratie ist keine Barriere mehr, um sich innerhalb Europas zu bewegen. Europa ist eine Chance. Gerade in diesen Zeiten des Umbruchs, wo die Idee Europa nicht mehr ein bloßes Konstrukt, sondern auch für den Einzelnen spürbar ist, sollte es zu einem Thema im Theater werden. Europa schafft es, Grenzen und Vorurteile zu überwinden. Die Abschaffung der Grenzen innerhalb Europas, die Begegnung mit dem Neuen, das Miteinander in Europa lässt Vorurteile überwinden – genauso wie Kunst Grenzen überschreiten und überwinden vermag. Theater ist Kunst. Kunst spiegelt den Zeitgeist wieder und hinterfragt und kritisiert auch immer wieder die bestehenden Normen und Regeln einer Gesellschaft. Deshalb finde ich es wichtig, dass Projekte wie die „Thalia Pfadfinder“ ins Leben gerufen werden, die Schranken brechen und Theater für alle und jeden öffnen wollen.

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Jennifer Krüger, * 1994 in Hamburg, hier lesen, schreiben, rechnen gelernt; den wesentlichen Rest (Empathie, Abenteuerlust und wirklich außergewöhnliche Pantomime-Skills) dafür irgendwo auf herrlich lauten, wuseligen polnischen Familienfeiern, in amerikanischen Sommercamps, beim Streiten mit Moskauer Taxifahrern… und im Theater.

Was ist zu Hause?
„Zu Hause“ heißt für mich: verstehen und verstanden werden. Die Orte, an denen ich mich sicher und geborgen fühle. Vertrautheit. „Octopussy’s Garden“ von den Beatles und Pierogi mit Blaubeerfüllung, wie sie nur meine Oma machen kann. Zu Hause ist, wo ich herkomme und wo ich immer wieder hin will.

Doch das, was in der Zwischenzeit passiert, lässt mich weiter lernen und weiter wachsen. Und ist deshalb so spannend und wichtig für mich.

Was ist Theater?
Theater ist unmittelbar.
Lebendig, anregend, aufregend, aufwühlend. Es ist unsinnig, genial, einnehmend, menschlich, abgespaced.
Und macht verdammt viel Spaß. Im Theater reise, lerne und wachse ich. Darum krieg ich nicht genug davon.

Und darum ist es wohl auch das Naheliegendste und einzig Sinnvolle, die Begeisterung mit anderen Theaterwütigen zu teilen. Und meine Eindrücke in Texten zu verarbeiten. Damit sie nicht wild in meinem Kopf herumschwirren und herausplatzen, wann es ihnen gefällt.
Ich freue mich schon riesig auf die neuen Stücke und auf die Arbeit am Blog!

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Julia Lange, *1985 in Hamburg

Aufgrund meines zweisprachigen Backgrounds (deutsch/russisch), nehme ich die Welt häufig aus einer doppelten Perspektive wahr, die im Idealfall dazu beiträgt, konventionelle Sichtweisen und gesellschaftliche Vorurteile zu hinterfragen. Diese Form der Weltwahrnehmung weist vielleicht eine Ähnlichkeit zu einer der mannigfaltigen Funktionen des Theaters auf, nämlich der, die bekannte Welt „neu“ zu sehen beziehungsweise eine neue Welt kennenzulernen, die einem die Angst vor dem „Anderen“  und „Fremden“ nimmt.
Um getreu dem Motto der Lessingtage „alles in der Welt“ zu sehen, reicht ein Menschenleben allein nicht aus. Das Theater bietet mir als Zuschauer einen Explorationsraum, der zur (Selbst-)Reflexion und Perspektiverweiterung einlädt. Im Theater treten wir mit den Menschen auf der Bühne in Dialog, lernen unterschiedliche kulturelle Sichtweisen kennen und, zuweilen auch kritisch, zu hinterfragen, um letztlich den eigenen Blick neu denken zu lernen – einen Blick, der ansonsten nur das wahrnimmt, worauf man trainiert ist und willens ist zu sehen. Mit anderen Worten, das Medium Theater verhilft uns idealerweise, einem Phänomen Abhilfe zu verschaffen, das John Steinbeck wie folgt beschreibt: „Die Überzahl der Menschen sieht, was sie erwarten“  (zitiert aus: „Jenseits von Eden“). Letzten Endes ist es das Theater, das uns den Raum gibt, die Welt und die in ihr vorhandene Vielfalt an Lebensweisen, Kulturen und, ja, auch Kunst- und Inszenierungsauffassungen neu zu über- und durchdenken, so dass der Zorn weichen und das Bemühen um eine globale Humanität Früchte tragen kann.

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Mona Li, * 1991 in Oldenburg, Deutschland; seit 2013 Studium International Management in Hamburg

Unterwegs
Name: Mona Lisa ohne sa. Mama ist eine Chinafrau. Papa ist eine Kartoffel. Im Regen geboren. In den Regen gezogen. Schon in über 40 Ländern gewesen.  Studium Internationales Management. Auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, um mehr von der Welt zu sehen. Investiert in Erinnerungen.

Theater – Ein Kochkurs
Seit meinem sechsten Lebensjahr spiele ich Theater. Zunächst an einer Kunstschule, dann beim Oldenburgischen Staatstheater. Ich habe seit diesem Zeitpunkt weitaus mehr Inszenierungen von Stücken gesehen, als Menschen getroffen, die sich Meyer, Müller oder Schulz nennen.
Theater ist ein bisschen wie Kochen. Man hat ein Rezept und viele Zutaten. Die Zutaten sind nie die gleichen. Immer, wenn man das Rezept neu kocht, schmeckt es ein wenig anders. Wenn das Rezept besonders gut ist, man frische Zutaten hat und man dann auch noch einen guten Koch hat, dann ‒ BOOM ‒ Geschmacksexplosion!

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Ormina Maschal

Ich kam 1991, zehn Minuten nach meiner Zwillingsschwester, zur Welt. Im Jahr 2000 entschieden meine ukrainischstämmige Mutter und mein afghanischstämmiger Vater aus politischen Gründen nach Deutschland zu flüchten – selbstverständlich mit ihrem Zwillingspaar. Zwölf Jahre nach meiner Ankunft in Deutschland nahm ich das Studium der Rechtswissenschaften in Hamburg auf Meinen bikulturellen Hintergrund hebe ich immer als Vorteil empfunden, bezeichne mich selbst dennoch als „Hamburger Deern“.

Warten auf das bunte Publikum
Fest steht, dass das Publikum deutscher Theater nicht bloß jünger und zahlreicher, sondern vor allem bunter werden sollte. Im Klartext heißt das: Man will Migrationshintergrund im Publikum sehen!
Aber wie kriegt man bloß mehr Zuschauer mit Zuwanderungsgeschichte in die Theater Deutschlands? Wie kann man das erwünschte Publikum anlocken und wie weit würde man dafür gehen?
– Verlängerung einer Aufenthaltsgenehmigung erst nach drei besuchten Vorstellungen?
– Schauspielhäuser an vorstellungsfreien Tagen als Hochzeitssäle zur Verfügung stellen?
– Zuwanderer, die mehr als 2 Jahre keine Vorstellung besucht haben und damit nicht genügend Integrationsbereitschaft zeigen eine Abschiebung aufzwingen?
– Stellitenschüsselverbot?
– Oder – ganz gewagt – darauf setzten, dass ein ansprechender Spielplan die Leute in die Vorstellungen lockt?

Doch bevor man zu drastischen Maßnahmen greift, sollte man sich fragen, ob geringe Besucherzahlen seitens der Einwanderer auf Integrationsunwilligkeit deuten, oder werden ausländische Mitbürger seitens der Theater tatsächlich immer noch nicht genügend involviert?

Wenn es ein Thema gibt, dass an deutschen Theatern zunehmend an Bedeutung gewinnt und immer wieder aufgegriffen wird, dann ist es Migration. Die deutsche Kultur unterliegt dem Einfluss ihrer Einwanderer längst nicht mehr bloß kulinarisch. Und da die Theaterbühne ein Ort ist, der die Gesellschaft widerspiegeln sollte, ist es sicherlich nicht verkehrt auch die Kunst und Kultur der Einwanderer Deutschlands auf der Bühne zu repräsentieren. Wäre dies zur Genüge der Fall, müssten doch eigentlich weniger Hochhauswohnsiedlungen von Satellitenschüsseln geschmückt sein, oder?

Dass die deutsche Kultur als Leitkultur verstanden und akzeptiert werden sollte, ist nicht zu viel verlangt, aber es sollte eingesehen werden, dass jene Leitkultur dem Einfluss ihrer Einwanderer mehr denn je unterliegt und von ihnen geprägt wird. Die Kultur der Einwanderer auf die Bühne zu bringen heißt also ein Stück weit die wahre zeitgenössische deutsche Kultur zu zeigen. Mit all ihren Ecken, Kanten und Einflüssen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Theater ein bunteres Publikum vertragen könnten.
Aber das potenzielle Publikum scheint in die Rolle des Godots geschlüpft zu sein und lässt – wie denn auch anders – auf sich warten.
Eins war bisher bei jeder Aufführung von Becketts „Warten auf Godot“ gleich: Godot ist nicht aufgetaucht. Aber, liebe Aufführende, lasst euch eins gesagt sein: Von euch erwarten wir einen anderen Schluss.

mazlumMazlum Nergiz, 1991 in Diyarbakir geboren. Seit 2012 Studium der Kulturanthropologie und vergleichenden Literatur- und Religionswissenschaft in Berlin

Theater
Das Theater und seine Räume sind für mich schon immer Orte von extrem wichtigen, weil politischen Fragen gewesen. Doch die deutsche Dramatik hat ein Problem: Sie ist extrem langweilig, weil sie scheinbar vergessen hat, worüber es zu sprechen wichtig ist und in so depressiver Gefühlsduselei verfangen, dass sie schlafend in den dunklen Nebel der Relevanzlosigkeit gefallen ist, aus dem sie nur noch eines retten kann: Gewaltige Worte, die einem Rock-Konzert gleich uns und unsere verschlafenen Augen wieder ins jetzige Bewusstsein schmettern, um die Blicke wieder für das schärfen zu lassen, was hier um uns passiert und warum.

Aber nur wozu?
Sprache, Zugehörigkeit und Vorstellungen von Gesellschaftsentwürfen müssen wir immer noch weiter diskutieren und zwar gemeinsam. Das bedeutet, alle die zum partizipieren einzuladen, die aus dem vagen Konzept der Mehrheitsgesellschaft herausfallen, und Wege zu ebnen, um Stimmen derer nach draußen zu senden, die über das schreiben wollen, was uns alle beschäftigten sollte: In was für einer Welt leben wir eigentlich?

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Phuong Ngoc Nguyen Le, * 1989 in Song Be, Vietnam; 1994 in Deutschland angekommen, seit 2009 Studium in Hamburg, zwischendurch ein halbes Jahr in China und ein halbes Jahr in Südkorea verbracht.

Die Suche nach dem Zuhause
Ich erinnere mich an Rudyard Kiplings weise Worte: „East is East, and West is West, and never the twain shall meet,” – but they DID meet! Mit anderen Worten: Kulturell gesehen sitze ich zwischen zwei Stühlen. Im asiatischen Sprachgebrauch würde man mich als eine „Banane“ bezeichnen – außen gelb, innen weiß. Auf der Straße hier nennen sie mich „Schlitzi“, in Vietnam bin ich kiều – die „Auslandsvietnamesin“ – in den Augen anderer gehöre ich also irgendwie nicht dazu. Für mich bin ich einfach nur das Ergebnis einer globalisierten Welt, ein Amalgam aus multikulturellen Traditionen, Werten und Sprachen. Vielleicht muss ich mich auch gar nicht einordnen. Zu Hause ist für mich weder dort, noch hier, es ist nirgendwo – aber auch überall.

Theater und Migration
Dass „East“ und „West“ sich durchaus treffen können, beweist für mich das hiesige Theater. Migranten im Theater, ob nun als Zuschauer oder auf der Bühne, sind schon längst nicht mehr unvorstellbar. Europa hat jetzt mehr Einwanderer denn je und muss sich damit auseinandersetzen. Wie könnte es kreativer, schneller und brisanter gehen als im und durch das Theater? Darin sehe ich auch die Aufgabe des Theaters: nebst der Unterhaltungsfunktion aktuelle soziale Themen zu verarbeiten und Menschen verschiedenster Herkunft zusammenzuführen.

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Yen Dieu Pham

Begonnen 1990 in Brandenburg an der Havel
Unterwegs von 1996 – 2000 durch Deutschland
Geblieben seit 2000 in Hamburg

Was ist für dich zu Hause?
Hamburg, wo meine Familie/ Freunde mit mir zusammen leben.

Was erwartest du von einem guten Theaterstück?
„Das Gleiche, was ich von einem guten Menü erwarte: Es sollte nicht pfade und einseitig schmecken, sondern mich auf unterschiedliche Weise anregen und überraschen. Ich möchte eine Zusammenstellung von Zutaten erfahren, von denen ich mir nie gedacht hätte, dass diese miteinander funktionieren. Meine Neugierde soll geweckt werden und ich will mich fragen, was sich die Köchin/der Koch dabei gedacht hat, als sie/er sich für diese Menükomposition entschieden hat. Zum Abschluss möchte ich dann noch einen Snack aus dem Menü mit nach Hause nehmen, von dem ich besonders angetan war.“

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Eugenia Portioli, * 1988 in Mailand, Italien. 2008 ausgereist. Seit 2011 Studium der Deutschsprachigen Literaturen in Hamburg.

A Casa
Da ormai tre anni chiamo Amburgo “casa”. Diversi sono tuttavia i luoghi e le lingue, che tutt’oggi continuano ad abitarmi dentro. I miei ricordi raccontano dell’Italia, il mio presente legge parole tedesche, il mio cuore parla turco. A Milano, Marburg, Amburgo e Istanbul ho studiato Lingue e Letterature Straniere. Oggi arrivo al Thalia incuriosita da nuovi inesplorati sentieri futuri.

Voci a teatro
Intendo il teatro come la compartecipazione di diversi elementi, tutti facenti parte di un’esperienza comune della lingua, come un luogo della condivisione di un intento personale e sociale, dove idee ed emozioni possono tramutarsi in azione drammatica e denudante. Ognuno porta con sé a teatro la propria identità e la trasfigura in esperienza scenica; qui nessuno è lasciato a se stesso o dimenticato. Concepisco il teatro come un’entità che intenda provocare a pensare fuori dagli schemi, come un luogo dove ognuno possa venire confrontato con gli angoli più nascosti e scomodi del proprio io. Là, dove dietro ogni parola o gesto è celata una storia, questa storia, per esistere, vuole essere in primo luogo ascoltata in condivisione, in questo che è un luogo privilegiato dell’anti-solitudine. Ogni voce a teatro riverbera in noi sotto forma di simbiotiche fragranze del nostro trascurato essere.

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Stadt, Land, Sprache
Seit 3 Jahren lebe ich in Hamburg, gespalten ist meine Seele jedoch zwischen Ländern und Sprachen. Meine Erinnerungen erzählen von Italien, meine Gegenwart liest Deutsch, mein Herz spricht Türkisch. Nach einem Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften in Mailand, Marburg, Hamburg und Istanbul bin ich nun am Thalia-Theater gelandet, auch vielleicht in der Hoffnung von dort aus einen neuen Pfad für mich zu finden.

Theater-Stimmen
Theater ist für mich das Mitfühlen und Miterleben der Poesie einer Sprache, ein Ort des persönlichen und sozialen Engagements, wo Ideen und Gefühle dramatisch und aggressiv in Form einer entblößenden lingua franca offengelegt werden dürfen. Niemand ist im Theater allein gelassen oder vergessen, jeder ist gleichermaßen daran beteiligt, sich selbst auf die Bühne zu projizieren und aufs Spiel zu setzen. Das Theater will herausfordern, anders zu denken, denn dort ist man nackt und mit dem Innersten und Unbequemsten seiner Überzeugungen konfrontiert. Jedem ausgesprochenen Wort und jeder Geste wohnt eine Geschichte inne, eine Geschichte, die nicht nur erzählt werden will, sondern gehört werden muss: Mithören heißt nun Erzählen mit einer gemeinsamen Stimme, die im Theater zu einer Stimme unseres oft ungehörten Selbst werden kann.

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Thuy Phuong Phan, * Hanoi, Vietnam, Studium in Kunstgeschichte und Regionalstudie in Hamburg und Berlin

Theater und Migration
Heinrich: Demnächst suchen sie eine männliche Besetzung für Romeo. Hast du Interesse?

Tunga: Interesse ja, aber sie nehmen doch sicherlich keinen Schwarzkopf für Romeo, Digger!

Warum eigentlich nicht?

Tunga, Theater und Migration sind viel enger miteinander verknüpft als du denkst. Was glaubst du, wie das Theater überhaupt entstand und wie es sich im Laufe der Zeit durch die Migration entwickelt hat?

Das Theater lebt von der Migration!

Die Migration ist schließlich keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Die gibt‘s bereits seit unserer Existenz und es ist auch gut so, sonst würden wir wohl immer noch am selben Platz stampfen, statt vorwärts zu marschieren, oder?
Schau dir z.B. Hamlet an, er war der Prinz von Dänemark und ist ein Migrant. Genau wie deine Eltern dich hier her, schicken auch seine Eltern ihn nach Wittenberg zum Studieren.

Nathan war auch ein Ausländer, als er den Hof des islamischen Sultans Saladin betrat, um mit diesem über die Religion zu sprechen. Und weißt du, wem Lessing die Figur des Nathan widmete? – Seinem jüdischen Freund Moses Mendelssohn.
Und noch was Tunga, das Theater funktioniert doch so: A spielt B und C schaut A zu. Allein in dem Wort Theater, steckt das griech. Wort ,théaomai‘ drin, was für ,schauen/anschauen‘ steht. Also funktioniert das Theater nur, wenn es auch ein Publikum gibt. Und beobachte mal, wie viele Menschen du entdeckst , die keine Migranten sind, also die, die nicht von Ort zu Ort gewandert sind und vielleicht es immer noch tun. So viele gibt‘s doch gar nicht, oder? – Das bedeutet, das Publikum ist wie du! Warum sollten sie denn keinen Schwarzkopf wie dich auf der Bühne sehen wollen? Vielleicht wegen dieses Schwarzkopfes gehen sie erst ins Theater. Also Tunga, trau dich!

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Leyla Yenirce, geboren 1992 in Kurdistan. Zieht mit ihrer Familie aufgrund des kurdisch-türkischen Territorialkonfliktes nach Oldenburg, studiert seit 2011 „Kultur der Metropole“ an der Hafencity Universität in Hamburg und setzt sich mit der kulturellen Dimension der Großstadt auseinander.

Theater
Die Idee, Theater bilde die Gesellschaft ab, ist veraltet. Das Theater der Rebellion will mehr und wirft neue Fragen auf: Wo finden wir eine Heimat, die nicht lokalisierbar ist? Wo finden wir unseren Platz in der Welt? Die eigentlich Migration findet nicht von einer geographischen Grenze in die nächste statt, sondern in unseren Köpfen. Wollen wir Menschen integrieren, indem wir zwanghaft versuchen, ein paar mehr Köpfe mit dunklen Haaren in die Sitze zu quetschen, oder fangen wir an, unsere Augen zu öffnen, um außerhalb von mit hanseatischen Mäzenen und GutbürgerInnen gefüllten Reihen zu schauen: Sind dies wirklich die einzigen Menschen in diesem Land, die etwas zu sagen haben?

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