Thalia Theater Blog

Der Premieren- und Festivalblog des Thalia Theaters Hamburg

Philoktet – Mark Reisig, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main (KSJR 2017)

Auf im zeichnen sich die Umrisse der unzähligen Gefallen ab. Im zehnten Jahr des trojanischen Krieges ist die Belagerung zu einem tödlichen Stillstand geworden. Auf Seiten der Invasoren werden dringend nach Lösungen gesucht. Eine davon scheint Philoktet zu sein, der einst auf einer Insel vor Troja zurückgelassen wurde. Odysseus und Neoptolemos wollen ihn zurückholen.

19. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Möglichkeit einer Insel – Daniel Kunze, Folkwang Universität der Künste Essen (KSJR 2017)

Daniel oder so steht an einem Telefon, das von der Decke hängt. Es ist nur eines von vielen. Isabelle oder so steht an einem anderen der Telefone. Das Publikum lacht. Daniel kommt aus unserer Welt, Isabelle auch. Auf dem Sofa in der Ecke sitzen noch drei Menschen in den gleichen Outfits wie die beiden. Sie kommen aus der Zukunft und lesen beziehungsweise erzählen Daniels Geschichte. Oder so.

18. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

TEOREMA – Blanka Rádóczy, Theaterakademie August Everding München (KSJR 2017)

Teorema, das klingt nach Theorie und hört sich nach etwas an, das ich noch aus dem Matheunterricht kennen sollte. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um ein wunderbar lebhaftes und witziges Stück. Möchtet ihr ein Schauspiel mit tiefgehenden Dialogen anschauen, so kann ich Teorema nicht empfehlen. Möchtet ihr hingegen mal wieder richtig lachen und tiefgehende Blicke erleben, dann seid ihr hier auf alle Fälle richtig.  

18. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Weber

Es wird laut werden und das nicht bloß akustisch.

In mancher Szene erbebt der Saal durch den Klang von Rührtrommeln, aber die wirkliche Wucht entfalten die Bilder, mit den Kornél Mundruczó „DDie Weber“ inszeniert.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Woyzeck – Ach, was die Welt schön ist! – Rebekka Bangerter, Zürcher Hochschule der Künste (KSJR 2017)

Rebekka Bangerters Regiearbeit Woyzeck – Ach, was die Welt schön ist! besticht bereits durch das Bühnenbild. Zu einem Berg aufgetürmte XXL-Kissen und Müllsäcke nehmen den gesamten linken Bühnenrand ein. Die Konstruktion erstrahlt allmählich im gedämpften Scheinwerferlicht. Es raschelt. Der Berg beginnt sich zu bewegen. Was wir zu sehen bekommen, ist die Ästhetisierung einer Müllhalde.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

kleinstadtnovelle – Moritz Beichl, Theaterakademie Hamburg (KSJR 2017)

Die Normalisierung des Absonderlichen bzw, Anderen. Dies ist zugleich das zentrale Thema von kleinstadtnovelle. Die Entstigmatisierung des als anormal markierten und pathologisierten. Konkreter: das Anerkennen von queerness / LGBTs als wertzuschätzende gesellschaftliche Realitäten.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Eröffnung Körber Studio Junge Regie 2017

Vier Tage mit insgesamt zehn Beiträgen junger Regisseure aus dem deutschsprachigen Raum (München, Zürich, Frankfurt a.M., Salzburg, Gießen, Hamburg, Essen und Ludwigsburg) sowie zwei Beiträge außerhalb des Wettbewerbs aus Wien und Helsinki (Finnland) stünden auf dem Programm, hieß es im Rahmen der feierlichen Eröffnung am frühen Mittwoch Abend.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar