Thalia Theater Blog

Der Premieren- und Festivalblog des Thalia Theaters Hamburg

Die Weber

Es wird laut werden und das nicht bloß akustisch.

In mancher Szene erbebt der Saal durch den Klang von Rührtrommeln, aber die wirkliche Wucht entfalten die Bilder, mit den Kornél Mundruczó „DDie Weber“ inszeniert.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Woyzeck – Ach, was die Welt schön ist! – Rebekka Bangerter, Zürcher Hochschule der Künste (KSJR 2017)

Rebekka Bangerters Regiearbeit Woyzeck – Ach, was die Welt schön ist! besticht bereits durch das Bühnenbild. Zu einem Berg aufgetürmte XXL-Kissen und Müllsäcke nehmen den gesamten linken Bühnenrand ein. Die Konstruktion erstrahlt allmählich im gedämpften Scheinwerferlicht. Es raschelt. Der Berg beginnt sich zu bewegen. Was wir zu sehen bekommen, ist die Ästhetisierung einer Müllhalde.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

kleinstadtnovelle – Moritz Beichl, Theaterakademie Hamburg (KSJR 2017)

Die Normalisierung des Absonderlichen bzw, Anderen. Dies ist zugleich das zentrale Thema von kleinstadtnovelle. Die Entstigmatisierung des als anormal markierten und pathologisierten. Konkreter: das Anerkennen von queerness / LGBTs als wertzuschätzende gesellschaftliche Realitäten.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Eröffnung Körber Studio Junge Regie 2017

Vier Tage mit insgesamt zehn Beiträgen junger Regisseure aus dem deutschsprachigen Raum (München, Zürich, Frankfurt a.M., Salzburg, Gießen, Hamburg, Essen und Ludwigsburg) sowie zwei Beiträge außerhalb des Wettbewerbs aus Wien und Helsinki (Finnland) stünden auf dem Programm, hieß es im Rahmen der feierlichen Eröffnung am frühen Mittwoch Abend.

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

And I say: Also was, was du meinst, was ich, was ich glaube was das ist, Hübner,Wiebel,Zielinski Uni Hildesheim (KSJR 2017)

Eine Dokumentation, dessen was du meinst, was ich denke, was es ist. Szenen aus amerikanischen Hollywoodfilmen, die garantiert jedem Einzelnen im Publikum ein Schmunzeln entlocken, gemischt mit persönlich anmutenden Geschichten und Erlebnisse von gelungenen und nicht so gelungenen Beziehungen, Klischees, Sehnsüchte und Hoffnungen, die sich von Generation zu Generation kaum verändert haben. Und mittendrin: Odysseus und Penelope. Der Vorreiter aller Liebesgeschichten schlechthin. Eine verrückte aber geniale Kombination!

16. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

ABRAUM – Swen Lasse Awe, OFS München (KSJR 2017)

In Swen Lasse Awes Regiearbeit wird der „Abraum“ zum Unort bzw., mit Foucault gesprochen, zur Heterotopie – also einem Ort, an dem von der Norm abweichendes Verhalten (z.B. im Gefängnis bzw. der Psychiatrie) praktiziert wird, das durch den Mechanismus der Ausgrenzung der Andersartigen und dessen Verbannung an die Ränder der Gesellschaft einerseits das bestehende gesellschaftliche Herrschaftssystem stabilisiert, andererseits zugleich zur Reflexion und zum Hinterfragen tradierter gesellschaftlicher Normen einlädt.

15. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Das achte Leben (Für Brilka)

Alle acht Leben rennen in einem großen Kreis über die Theaterbühne. Das poltern ihrer schnellen Schritte und die laute Musik schallen durch den Saal. Dieser Strudel aus acht so unterschiedlichen Menschen ist ein Strudel aus Generationen. Ein Strudel der Zeit. Plötzlich überholen sie sich, laufen nebeneinander her und lösen dabei die Chronologie auf, die zeitliche Ordnung ihrer Existenz. Stasia und Christine, dann Kostja und Kitty, danach die rebellische Elene, nach ihr Niza und Daria und zu guter Letzt die kleine Brilka, der 1993 das achte Leben geschenkt wird.

13. April 2017 · Hinterlasse einen Kommentar