Thalia Theater Blog

Der Premieren- und Festivalblog des Thalia Theaters Hamburg

Hunger-Trilogie meiner Familie III

Mit der Inszenierung “Hunger“ endet die “Trilogie meiner Familie“, das auf Émile Zolas berühmten Familienepos „Die Rougons-Macquarts“ basiert. Vor “Hunger“ feierten jeweils “Liebe“ 2015 und “Geld“ 2016 Premiere im Thalia Theater.

4. Oktober 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Secondhand-Zeit

Der Spiegel-Bestseller und mit einem Nobelpreis für Literatur gekürte Roman „Secondhand-Zeit“ von Swetlana Alexijewitsch setzt sich aus Geschichten von zwanzig unterschiedlichen Menschen zusammen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie der Autorin aus erster Hand erzählt wurden, von dem Leben auf den Trümmern des Sozialismus handeln und einen Platz auf den 553 Seiten des Buches fanden.

29. September 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

In der Einsamkeit der Baumwollfelder

Die Anordnung der Sitzreihen im Zuschauerraum deutet bereits an, dass es an diesem Abend um Kommunikation und Austausch gehen wird. Die aufsteigenden Sitzreihen links und rechts des en-gen Bühnenraums sind einander zugewandt; jeder einzelne Zuschauer_in sieht folglich fünfzig Prozent des anwesenden Publikums direkt und mit dem Gesicht frontal zu sich gewandt vor sich. Die Reaktionen des Publikums werden somit zum Teil des Spektakels.

21. September 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

In der Einsamkeit der Baumwollfelder

In der Einsamkeit der Baumwollfelder finde ich sehr passend, um das Gefühl zu beschreiben mit dem ich gedanklich durch diese Premierenvorstellung irre. Auch noch kurz vor Ende frage ich mich, wie Einsam ich wohl im Publikum sitze mit der Frage „Versteh‘ denn nur ich nicht ganz was hier passiert?“. Zum Glück ist es genau das, was dieses Stück bezwecken möchte, welches von der brasilianischen Regisseurin Christiane Jatahy im Thalia Theater Gaußstraße experimentell inszeniert wurde: Verwirrung stiften. Und das gelingt an diesem Abend voll und ganz.

19. September 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Tartuffe

„Wie seltsam sind doch die Menschen. So ganz natürlich zeigen sie sich nie.“

Stefan Pucher nimmt Molière genauestens beim Wort und eröffnet mit einer schrillen und unterhaltsamen Inszenierung von Tartuffe die Spielzeit 2017/18. Die Figuren tragen bunte Schlager-Kostüme, sprechen in überdrehter Tonart und geben ihre Gefühle in Abba-Songs wie „Mamma Mia“ und „Money, Money, Money“ preis.

14. September 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Das Ende von Eddy

Das Ende von Eddy – so lautet der Titel des Theaterstücks, in welchem der Mann mit dem Namen Eddy, streng genommen gar nicht zu Wort kommt. Eigentlich sitzt er abseits der Bühne, abseits des Spektakels und der ganzen Worte, des Geschreis, des Hasses, der Trauer, der Verlorenheit und des rot geprügelten Gesichts. Er sitzt dort an einem schwarzen Klavier. Während seine Finger zu Beginn der Vorstellung über die Tasten fliegen und die kahle, leblose Bühne in ein Gefühl der Ruhe und der Sehnsucht hüllen windet er sich, als ob es ihm schwer fallen würde diese Musik aus sich heraus zu lassen. Aber er kann nicht anders.

22. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Das Ende von Eddy

Die Bühne ist mit rotem Samt bedeckt. Das Licht und die Musik lassen melancholische Stimmung entstehen. Passend dazu, erscheint Eddy in schwarzer Kleidung auf der Bühne, wobei seine Socken mit keinen weißen Dreiecken gemustert sind.

22. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar