Thalia Theater Blog

Der Premieren- und Festivalblog des Thalia Theaters Hamburg

Das Ende von Eddy

Das Ende von Eddy – so lautet der Titel des Theaterstücks, in welchem der Mann mit dem Namen Eddy, streng genommen gar nicht zu Wort kommt. Eigentlich sitzt er abseits der Bühne, abseits des Spektakels und der ganzen Worte, des Geschreis, des Hasses, der Trauer, der Verlorenheit und des rot geprügelten Gesichts. Er sitzt dort an einem schwarzen Klavier. Während seine Finger zu Beginn der Vorstellung über die Tasten fliegen und die kahle, leblose Bühne in ein Gefühl der Ruhe und der Sehnsucht hüllen windet er sich, als ob es ihm schwer fallen würde diese Musik aus sich heraus zu lassen. Aber er kann nicht anders.

22. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Das Ende von Eddy

Die Bühne ist mit rotem Samt bedeckt. Das Licht und die Musik lassen melancholische Stimmung entstehen. Passend dazu, erscheint Eddy in schwarzer Kleidung auf der Bühne, wobei seine Socken mit keinen weißen Dreiecken gemustert sind.

22. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Der entfesselte Wotan – Wilke Weermann, Akademie für Darstellende Kunst, Ludwigsburg

Beim Betreten der Studiobühne im Thalia Gaußstraße stehen die Schauspielstudierenden und Abgängern der ADK bereits auf der Bühne, mit den dick überschminkten Gesichtern vom Publikum abgewandt. Sie wiederholen chorisch Weisheiten und Reglements, die für den Zuschauer erst einmal keinen Sinn ergeben. „Meine Oma sagte immer: Wer auf Fakten vertraut, hat auf Sand gebaut!“

20. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Salome – Juho Mantere, Theaterakademie der Uniarts Helsinki (KSJR 2017)

Schon am Einlass wird klar, dass zum Abschluss der diesjährigen Körber Studio Junge Regie sich an den Motiven von Religion und ihrer Symbolik abgearbeitet wird. Die Zuschauer werden von bunten Mönchskutten begrüßt. Das uns die Schauspielerinnen an der Tür abholen, wird erst im Laufe des Stücks klar.

20. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Philoktet – Mark Reisig, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main (KSJR 2017)

Auf im zeichnen sich die Umrisse der unzähligen Gefallen ab. Im zehnten Jahr des trojanischen Krieges ist die Belagerung zu einem tödlichen Stillstand geworden. Auf Seiten der Invasoren werden dringend nach Lösungen gesucht. Eine davon scheint Philoktet zu sein, der einst auf einer Insel vor Troja zurückgelassen wurde. Odysseus und Neoptolemos wollen ihn zurückholen.

19. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Möglichkeit einer Insel – Daniel Kunze, Folkwang Universität der Künste Essen (KSJR 2017)

Daniel oder so steht an einem Telefon, das von der Decke hängt. Es ist nur eines von vielen. Isabelle oder so steht an einem anderen der Telefone. Das Publikum lacht. Daniel kommt aus unserer Welt, Isabelle auch. Auf dem Sofa in der Ecke sitzen noch drei Menschen in den gleichen Outfits wie die beiden. Sie kommen aus der Zukunft und lesen beziehungsweise erzählen Daniels Geschichte. Oder so.

18. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar

TEOREMA – Blanka Rádóczy, Theaterakademie August Everding München (KSJR 2017)

Teorema, das klingt nach Theorie und hört sich nach etwas an, das ich noch aus dem Matheunterricht kennen sollte. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um ein wunderbar lebhaftes und witziges Stück. Möchtet ihr ein Schauspiel mit tiefgehenden Dialogen anschauen, so kann ich Teorema nicht empfehlen. Möchtet ihr hingegen mal wieder richtig lachen und tiefgehende Blicke erleben, dann seid ihr hier auf alle Fälle richtig.  

18. Juni 2017 · Hinterlasse einen Kommentar