Thalia Theater Blog

Der Premieren- und Festivalblog des Thalia Theaters Hamburg

Wut/Rage

Polizistinnenmund tut Wahrheit kund. In diesem Fall handelt es sich um eine Frau von der Brandschutzwache (die geniale Karin Neuhäuser), die abgeklärt ihre Sicht auf die Welt vorträgt.

19. September 2016 · Hinterlasse einen Kommentar

Nathan die Weise

ichts ist so, wie es scheint. Wir sind nicht das, was wir glauben zu sein oder wir glauben, die absolute Wahrheit zu kennen. Wir konstruieren unsere Wirklichkeit, so wie wir sie ertragen können. Das trifft auf die das Stück „Nathan die Weise“ zu. Das Stück „Nathan der Weise“ von Lessing aus dem Jahr 1779 wird neu gedacht und dabei entsteht etwas Neues.

19. September 2016 · Hinterlasse einen Kommentar

Situation mit Doppelgänger

Eine beeindruckende Inszenierung von Oliver Zahn, der zugleich auch selber als Performer mit seinem Partner Julian Warner auf der Bühne stand. Der eine Performer weiß und der andere schwarz. Keiner macht sich Gedanken über Hautfarbe oder Aussehen? Oder doch?! Eine Frage, die nicht einfach so beantwortet werden kann. Auch wenn immer wieder die Rede von einer offenen Welt für alle ist, sehen wir in den Medien Unterdrückung, Terror und Menschenfeindlichkeit jeglicher Art. Das ist die Realität unserer Welt.

14. Juni 2016 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Heirat

Podkolessin: „(…) Doch was man auch sagt, irgendwie wird es einem unheimlich, wenn man richtig darüber nachdenkt. Für das ganze Leben, für immer und ewig, wie es auch sei, sich zu binden, und danach hilft keine Ausrede mehr, keine Reue, nichts, gar nichts, alles ist aus, alles zu Ende. Auch jetzt schon kann ich überhaupt nicht zurück; noch einen Augenblick und ich bin getraut; nicht einmal fortgehen kann ich (…).“

13. Juni 2016 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Unerhörte

Durchdringendes Klingeln eines Telefons, das auf einem Podest mitten auf der Bühne steht. Minute nach Minute vergeht, und die meisten im Raum werden wohl inzwischen Stoßgebete sprechen, dass sich endlich einer erbarmen und diesem nerv-tötenden Lärm ein Ende bereiten möge. Als es dann endlich soweit ist und eine Frau den Hörer abhebt, weiß man noch nicht genau, worauf dieser Abend hinaus laufen wird.

13. Juni 2016 · Hinterlasse einen Kommentar

Grillenparz

Heimat – Kann man sich von ihr lösen?
Sein – Wie geht man mit den eigenen Begierden um?
Verdrängung – Wie kann die Sprache die Gewalt erzählen?

Diese und viele andere sind die Fragen, die heute Abend in den Zuschauerraum des Thalia in der Gaußstraße geworfen worden sind.

13. Juni 2016 · Hinterlasse einen Kommentar

Refugee Homecare: Flüchtige Heimatpflege: أديهو فرصة

„Die Zeit: Es ist 20:30 Uhr“ – informiert eine Voice-Over-Stimme. Nichts ist auf der Bühne zu sehen, bis auf ein auf drei Großleinwände projizierte Freischwimmbad-Video. Es haben sich dort einige Frauen und Männer eingesammelt, ganz nah am Beckenrand. Sie scheinen, ungeachtet der Kameras, in Gespräche vertieft zu sein. Ich warte. Nichts bewegt sich, alles bleibt ruhig. Das Bühnenbild ist schlicht, besteht nur aus drei seltsamen Stühlen. Ich warte auf etwas.

13. Juni 2016 · Hinterlasse einen Kommentar